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Gymnasium Kreuzgasse

Köln, 2018 - 2024


Das Gymnasium Kreuzgasse im inneren Kölner Grüngürtel, gelegen an der Ecke Vogelsanger- und Innere-Kanal-Straße wird generalinstandgesetzt und erweitert.

Die beiden unter Denkmalschutz stehenden Trakte mit Klassenräumen sowie Verwaltung, Musikräumen und Aula des Architekten Karl Hell aus den 1950-er und 1960-er Jahren werden dabei eine behutsame Instandsetzung unter Bewahrung ihrer fast vollständig erhaltenen Innenausstattung erfahren.

Eine in den frühen 1980-er Jahren gebaute 3-fach Sporthalle, sowie ein ebenfalls in dieser Zeit entstandener einhüftiger Schulbau entlang der Inneren-Kanal-Straße werden abgerissen.

Dieser Rückbau ist auf dem äußerst begrenzten Schulgrundstück notwendig, um Platz zu schaffen für die notwendige Zügigkeitserweiterung aller Jahrgänge sowie um die erforderlichen Räumlichkeiten für die wiedereingeführte G9-Oberstufe abzubilden.

Die Neubauteile des Gymnasiums beherbergen neben den vorgenannten Räumlichkeiten der Sekundarstufe I und II, konzipiert nach dem Clustersystem, die naturwissenschaftlichen Räume, das Selbstlernzentrum, die Bibliothek und Mensa sowie insgesamt 6 Sporteinheiten (3-fach, 2-fach und eine 1-fach Sporthalle).

Die Neubautrakte bilden hierbei die Fassung und Hofbildung mit den beiden zum Inneren Grüngürtel orientierten Altbautrakten und wirken gleichzeitig raumbildend als baulicher Abschluss zur Inneren Kanalstraße hin.

Die Haupterschließung des Unterrichts- und NW-Neubaus erfolgt über einen mehrgeschossig offenen Hallenbereich, der zur Haupttreppe hinführt und an den sich in den verschiedenen Geschossen die Sonderflächen von Mensa/ Mehrzweckraum, Bibliothek, Selbstlernzentrum und offenes grünes Klassenzimmer anordnen.

Die Mensa, die auch als Mehrzweckraum dienen kann, bildet den nördlichen Abschluss des Gebäudes und verfügt über eine separate Erschließung, die eine Nutzung auch unabhängig vom übrigen Schulbetrieb ermöglicht.

Den südlichen Abschluss des Neubauensembles zum Schulsportplatz hin, bilden die Sporthallen, die ebenfalls eigene Erschließungen besitzen und außerhalb der Schulzeiten betrieben und genutzt werden können.

Der gestaffelte und gegliederte Neubaukörper erhält eine gemeinsame Fassade aus unterschiedlich dichten Vertikalgliederungen, die die Gebäudemasse strukturieren, in Bereichen transparenter oder dichter werden und das Gebäude zum südlichen Abschluss in der Höhe leicht erscheinen lassen.